Berlin, 04:00

Donnerstag, Hermannplatz, vier Uhr morgens. Niemand tanzt mehr. Alle stehen. Der Beat ist nicht lauter geworden. Der Moment hat sich nur geändert. Es gibt Tänzer und es gibt die, die zuschauen. Meistens sind es die Zuschauer, die den Set prägen — nicht die, die sich bewegen. Sie spielt House, oder das, was diese Saison House…

Berlin, 04:00

Donnerstag, Hermannplatz, vier Uhr morgens. Niemand tanzt mehr. Alle stehen.

Der Beat ist nicht lauter geworden. Der Moment hat sich nur geändert. Es gibt Tänzer und es gibt die, die zuschauen. Meistens sind es die Zuschauer, die den Set prägen — nicht die, die sich bewegen.

Sie spielt House, oder das, was diese Saison House genannt wird. Aber unter dem Bass läuft eine andere Frequenz. Das wird am Ende der Nacht deutlich. Die, die nur auf Beats hörten, gehen früh. Die, die bleiben, hören die Stille dazwischen.

Das interessante Set der Saison läuft in einem Keller in Neukölln. Meistens läuft es dort. Meistens hat es kaum einen Namen. Meistens erzählen nur die, die da waren, davon.

Diese Szene pflegt sich selbst. Das Problem ist, dass sie sich dabei einschläfert.

— J.