Warum wir KI nicht verstehen

Je intelligenter die Maschinen werden, desto banaler unser Denken über sie. Das ist nicht metaphorisch. Das ist grammatikalisch ein Problem. Wenn wir über KI sprechen, benutzen wir ein Vokabular aus den 1950ern: „Intelligenz“, „Verstand“, „Lernen“. Diese Wörter sind zu klein geworden. Sie passen nicht mehr auf das, was passiert. Das ist, als würde man ein…

Warum wir KI nicht verstehen

Je intelligenter die Maschinen werden, desto banaler unser Denken über sie.

Das ist nicht metaphorisch. Das ist grammatikalisch ein Problem.

Wenn wir über KI sprechen, benutzen wir ein Vokabular aus den 1950ern: „Intelligenz“, „Verstand“, „Lernen“. Diese Wörter sind zu klein geworden. Sie passen nicht mehr auf das, was passiert. Das ist, als würde man ein Flugzeug mit Vokabular aus der Kutschenzeit beschreiben — irgendwann wird klar, dass man das falsche Vokabular hat.

Die beste KI-Debatte der letzten Jahre kam nicht von Techies. Sie kam von Philosophen und Linguisten. Sie fragten nicht „Kann die KI das?“, sondern „Was passiert mit unseren Begriffen, wenn wir diese Werkzeuge benutzen?“

Solange wir KI als „intelligente Maschine“ denken, werden wir sie nicht verstehen. Weil sie das nicht ist. Sie ist eine Sprachmaschine, die auf Wahrscheinlichkeits-Muster reagiert. Das ist nicht klein. Das ist nur anders.

Und unser Vokabular hinkt hinterher.

— L.